Dann kotze ich eben alles voll.

Könnte sich das b’emmchen heute gedacht haben.

Kitaeingewöhnungstag #5.

Erst war alles ziemlich entspannt, ich war noch mit im Raum, sie hat gespielt. Bin dann raus und nach paar Minuten brüllte es schon. Zwischendrin war immer mal wieder Ruhe und dann kam das hysterische brüllen. Das was sie hat, wenn sie sich auch gleich übergibt, weil sie so aufgeregt ist.

Also hab ich nicht gewartet bis mich jemand holen kommt, sondern bin selber rüber. Vor meinen Augen übergab sich grad mein Kind und die Kitatante wischte schon bei einer anderen Stelle. Tja. Scheisse. Ich hatte ja gehofft, dass sie das dort nicht macht, aber falsch gedacht.

Musste dann doch mal noch mit der Kitatante sprechen. Das lies mir alles keine Ruhe. Soweit ist alles noch normal. Es sei eben ihre Art mit der Umstellung umzugehen und auch wenn sie jetzt agressiver wird (um sich schlagen usw) dann ist das eben so, weil sie noch keine andere Möglichkeit für sich gefunden hat, um sich auszudrücken.

Wir haben 4 Wochen für die Eingewöhnung, laut Kita. Das kollidiert komplett mit der Arbeit, aber zerreissen kann ich mich ja auch nicht. -.-

Der elfte Zahn

1 Jahr, 3 Monate und 1 Woche

Unten rechts  – mal wieder ein Backenzahn. Der erste in der Reihe.  In ca. 4 Wochen drei Backenzähne ist nicht schön. Wirklich nicht.

480 Kilometer später

oder auch 23 Stunden ohne Kind. Man könnte es verrückt nennen bei den Spritpreisen solche Strecke zu fahren nur um mal kinderlos zu sein. Zugegeben – ist es auch. Aber es war nötig. Und in 2 Wochen haben wir sogar ein ganzes Wochenende. Ich freu mich jetzt schon riesig darauf.

Man könnte ja auch eigentlich einen Babysitter nehmen, aber mein Innerstes sträubt sich gegen eine fremde Person, die auf MEIN KIND aufpassen soll. Ich hätte wohl keine Ruhe. Wahrscheinlich ist das auch so ein Grund warum b’emmchen noch nie allein bei der Schwiegermutter war. Ich vertraue ihr nicht – nicht im Umgang mit b’emmchen – sie hat überhaupt keine Ahnung wie sie so ist – was sie gerne mag oder Ähnliches. Aber sie interessiert sich jetzt auch nicht wirklich dafür. Wie das halt so ist – mit Schwiegermüttern.
Die kurze Auszeit tat gut – auch wenn es durch den Nachmittag mit brüllend-hysterischem Kind wieder ein bisschen dahin ist. Hätte ich sie mal Mittagsschlaf machen lassen hmpf. Jetzt liegt der kleine Terrorzwerg im Bett und ich hoffe, dass sie morgen wieder besser drauf ist und die Oma und den Opa und natürlich den lieben Onkel nicht mehr ganz so sehr vermisst.

Immerhin.

Sie hat kurz aufgehört zu brüllen, damit sie in Ruhe gähnen kann. Mehrmals.

Geschafft?!

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass das b’emmchen ein Kotzkind ist. Es gibt kaum einen Tag wo sie sich nicht alles nochmal durch den Kopf hat gehen lassen. Seit 2 Wochen ist das jetzt deutlich besser geworden und ich kann die Sache mit der Laktoseintoleranz ausschließen. Ich habe ihre Ernährung bzw. die Ess/Trinkabstände verändert. Es klappt. Vermutlich war sie einfach zu überfüllt?! Das heisst es war noch zuviel im Bauch und alles noch nicht ganz ausgereift.

Eine andere Theorie ist, dass sie einfach keinen Brei verträgt – egal ob selbst gemacht oder gekauft. Dabei liegt es nicht an den Zutaten, sondern wahrscheinlich an der Konsistenz. Sie hat ja noch nie gut gegessen – das ist auch jetzt nicht der Fall, aber wir sind jetzt komplett bei fester Nahrung und sie bekommt auch keine Extrawurst, sondern das was wir auch essen. Bedeutet natürlich für mich auch, dass ich bisschen kinderfreundlicher kochen muss – also nicht mehr ganz soviel Chili rein. Das quasi „mitessen“ haben wir jetzt mittags und abends und es klappt ganz gut. Die restlichen Mahlzeiten bekommt sie Folgemilch. Ganz einfach aus dem Grund, weil sie kein Interesse hat großartig irgendwas zu essen – keine Zeit, keine Lust – keine Ahnung. Das Gewicht (im Moment 8,7 kg) hält sie – nimmt also nicht weiter ab – auch das ist gut. Freuen würde es mich natürlich, wenn sie mal ein bisschen zunehmen würde, aber ich habe mir abgewöhnt ständig Gewicht zu kontrollieren, mir darum immer Sorgen zu machen und im Internet zu schauen was da nicht stimmen könnte.

Man macht sich da echt selbst verrückt. Sämtlichen Druck, der sich da so aufgebaut hat, ist weg. Sie sieht gesund aus, ist fit – also geht es ihr gut. Sie holt sich das was sie braucht halt aus dem bisschen was sie zu sich nimmt und ich finde mich damit ab, dass sie nicht reinhaut wie ein Scheunendrescher. Das ist okay so.

 

Und wir ihr gelesen habt, haben wir sie ja in ihr Zimmer ausquartiert. Es gab bis jetzt nur 3 Nächte wo es nicht geklappt hat – bzw. kam sie meist zwischen 3 und 4 Uhr in unser Bett. Auch das ist nicht schlimm – ehrlich gesagt genieße ich die paar Stunden bis zum aufstehen ganz sehr, auch wenn ich ständig irgendwelche Körperteile von ihr im Gesicht oder Bauch habe.
Auch mir geht es mit der Situation jetzt gut – ich merke, dass sie sich in ihrem Zimmer wohl fühlt und das es ihr gut geht und damit gehts mir auch gut.

Einschlafen war ja hier auch immer so eine Sache – wir haben ja erdenklich viel ausprobiert und getan, damit sie schläft. Besonders abends war das immer ein Krampf. Auch das haben wir hinbekommen. Länger als 20 Minuten dauert es nie – völlig ohne Geschrei, dicke Tränen und Frust. Das entspannt alles ungemein und der Abend ist nicht komplett damit versaut, dass ich irgendwann völlig entnervt auf der Couch sitze und mich frage was ich heut schon wieder falsch gemacht habe.

Es läuft. Es fühlt sich gut an und ich hoffe es bleibt so.

Hallo? Wer hat mein Kind?

Mein b’emmchen ist nämlich weg. Kaum hatte ich den Post zum zweiten Teil des Schlafexperimentes fertig geschrieben, war natürlich alles wieder hinfällig und irgendjemand hat uns dieses kleine Schreimonster hingesetzt.

Schlafen? Was ist das? Tut das weh? Geht’s auch wenn ich vorher endlos lang und laut brülle?

Das dürften wohl die Fragen sein, die sich das b’emmchen momentan stellt und uns mehrere graue Haare bescheren. Und wenn ich hier von brüllen schreibe, dann meine ich Schreiattacken in allen erdenklichen Tonlagen – es wundert micht ehrlich, dass wir noch nicht wegen Kindesmisshandlung angesprochen wurden oder die Polizei vor der Tür stand, um uns abzuholen und b’emmchen in eine Pflegefamilie zu geben.

Ich habe keine Ahnung was sie hat – müde ist sie – so müde, dass sie schon fast im Stehen einschläft, aber sobald es Richtung Bett geht, ist es vorbei.

Kennt das jemand? Was hilft da? Geht das wieder weg?