Kleine Katastrophen.

Freitag.

B’emmchen kommt übellaunig aus der Kita – dazu ein extrem wunder Po mit Pusteln. Nicht das erste Mal – passiert meist, wenn sie die volle Windel nicht gleich wechseln. Abends beginnt das Fieber.

Samstag.

Das Fieber ging in der Nacht ein wenig runter – Spitze bei knapp 40 Grad. Ich tippte erst auf eine kleine Erkältung mit der ich sie angesteckt haben könnte. Tagsüber wieder höheres Fieber, aber sie ist weder schlapp noch schlecht gelaunt.

Für unser Wohnzimmer kaufen wir noch 2 hübsche große Pflanzen. Ohne darüber nachzudenken wo wir die denn überhaupt hinstellen können und ob sie nicht vielleicht doch zu groß sein könnten. So saßen wir am Nachmittag hier und spielten lustiges Pflanzen-hin-und-her-schieben.

Das Fieber steigt in der Nacht noch erheblich mehr und es bilden sich am ganzen Körper kleine rote Punkte. Die hatte sie schon öfters – immer dann, wenn es zu warm ist oder sie Fieber hat.

Sonntag.

Peppelz geht es nicht gut. Sie hat scheinbar von einer der neuen Pflanzen gefressen. Ich schau im Internet nach und stelle fest, dass sie für Katzen giftig ist.

Wir verbringen den Vormittag auf dem Spielplatz. Immer noch überall Punkte, Fieber ein bisschen besser. Sie isst kaum, trinkt aber relativ gut. Während ich sie zum Mittagsschlaf hinlege, fallen mir richtige Pusteln an den Fußsohlen und Handinnenflächen auf, auch um den Mund herum. Besorgt ruf ich meine Mama (die beste Krankenschwester der Welt)  an und 1 1/2 Stunden später befinden wir uns in der Uniklinik beim Kinderarzt.

Hand Mund Fuß Krankheit – auch falsche Maul- und Klauenseuche genannt. Eine Virusinfektion, die besonders häufig in Kindergärten und Krabbelgruppen auftritt. Wir bekommen ein Rezept für ein Mundgel und Schmerzzäpfchen.
Nachmittag beginnt der schlimme Schmerz im Mundraum, b’emmchen mag nicht mehr trinken. Irgendwann kaufte ich mal 100 verschiedene Trinkbecher und Flaschen, weil sie eine Phase hatte in der sie gar nichts trinken wollte. Eine von denen hat sie tatsächlich genommen.

Montag.

Die Nacht war furchtbar. Sie lag zwischen uns und wachte immer wieder brüllend und um sich schlagend auf – vor Schmerzen. Trinken ging so gut wie gar nicht. Viel geschlafen haben wir alle nicht.
Wir mussten noch zum Arzt fahren, weil ich einen Kindkrankschein brauche. Das Wartezimmer ist übervoll – eine extra Warteraum für ansteckende Kinder gibt es nicht. Wir sehen also keine Ärztin und ich lasse sie erstmal bis Mittwoch krank schreiben.
Noch schnell das Gel für den Mund geholt – ein wahres Wunder. Aufgetragen und sie konnte wieder trinken und essen. Was für eine Erleichterung – besonders bei den Temperaturen.

Dann der Anruf in der Kita, um sie abzumelden. Ich kam gar nicht dazu zu sagen was sie hat – es wurde gleich gefragt, ob es die HMFK ist. Man hätte selbst am Donnerstag eine Information darüber erhalten. Jetzt mal ernsthaft – warum werden solch wichtige Informationen nicht an die Eltern weiter gegeben? Wir hätten viel eher zum Arzt gehen können und deutlich eher dieses Gel haben können. Schön und gut, dass sie in der Kita selbst einen Aushang haben – das nutzt aber den Eltern nichts, die ihre Kinder mit dem Bus fahren lassen (müssen). Ein kleiner Eintrag ins ‚Muttiheft‘ hätte schon genügt, oder eine kleine Information wenn man das Kind vom Bus holt.

Und noch was kleines zum Thema Windelfrei. Sie hat heute nur beim Doc eine getragen, sonst gar nicht – kein Unfall, alles ins Töpfchen. STOLZ 🙂

Was ist schon fair.

Es ist nicht fair Dinge in einen hier geschriebenen Text zu interpretieren, die nicht wahr sind.
Es ist nicht fair zu sagen, ich wäre überfordert oder nicht ausreichend motiviert. Es ist nicht fair nicht zu helfen, wenn man um Hilfe bittet und dann zu sagen, es wäre nicht so gewesen.

Fair wäre eine realistische Chance gewesen. Ohne Vorurteile. Ohne Lästerein.

 

Mimimimi.

Heute an der Kitaeingangstür: „In unserer Krippe sind Durchfallerkrankungen aufgetreten.“

Ach. Tatsächlich?! Das erste Kind war bereits vor über einer Woche krank. B’emmchen gehts nun aber wieder besser und heute startet der nächstes Versuch des Mittagsschlafs in der Kita. Angesichts der letzten Nacht – in der ich nicht geschlafen habe – sondern Händchen haltend auf einem kleinen Hocker neben meinem Kind kauerte, welches nicht alleine sein wollte und auch nicht viel geschlafen hat, dürfte das kein Problem sein.

Letzten Donnerstag ging es ganz solidarisch auch bei mir los. Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe. Volles Programm. Freitag morgen dachte ich kurzzeitig an sterben, entschied mich aber dann doch auf Arbeit zu fahren. Den Rest des Wochenendes verbrachten wir auf der Couch, im Bad und im Bett. Sonntag kam noch die Schwiemu und der Rest der Schwiemufamilie zum Kaffee (Geburtstag nachfeiern). Wir haben es überlebt. 🙂

Mein Magen und ich – wir mögen uns immernoch nicht, aber gut. Auch das wird.

Mittagspause mit Gebrüll

vom Nachbarskind. B’emmchen gehts besser, Fieber ist weg, geblieben ist Husten und Schnupfen, aber das wird auch schon besser. Immerhin hat sie mir den Großteil ihrer Viren ganz selbstlos übertragen und nachts (wenn ich von einem in den anderen Hustenanfall stolpere) denke ich leise in mich hinein, dass ich gleich sterben werde. Da nutzt das auch nix, wenn ich das Codein nehme und Paracetamol und Hustensaft und ganz tapfer Bronchialtee trinke. Ich hasse Bronchialtee. Dafür habe ich Neoangin mit Kirschgeschmack. Träumchen.

Wegen dem Husten war ich gestern beim Doc – auch wegen dem b’emmchen, musste ja wissen, ob sie wieder in die Kita darf -> nein. Jedenfalls saßen wir da 2 Stunden zwischen wirklich nervenden Kleinkindgören (sorry, aber isso) und am Ende bekam ich ein Rezept für Globulis. Gegen Husten. Ich meine .. Hallo? Homöopathie schön und gut, für Menschen die daran glauben, dass Zuckerkugeln wirksam sind, aber ich bin dann doch mehr realistisch und denke, dass man bei Überdosierung einfach nur fett wird.

Im Übrigen: Projekt Zukunft 2.0. Tod. Aus Gründen. Also noch nicht ganz, erst am Donnerstag und ich mach 3 Kreuze.
Da man schlafende Hunde aber nicht wecken soll, pssst.

Wir sind aber gar nicht traurig, denn es geht weiter. Immer. Woanders.

zu früh gefreut …

Heute Nacht war das Fieber wieder bei 40,4° und wir waren bis 5 Uhr wach. Um 8 Uhr pünktlich beim Arzt auf der Matte gestanden – geschlossen wegen Trauerfall. Also ab zum Vertretungsarzt – ‚wir behandeln keine Kinder‘ .. zum Glück sind die KiA’s hier wie Sandkörner am Strand. Die Mittelohrentzündung hat sich nicht gebessert und jetzt hat sie auch noch eine Bronchitis. Ich habe hier einen Berg von Medikamenten. Antibiotika, Globulis, Balsam, Hustensaft, Zäpfchen gegen das Erbrechen und gegen Fieber und noch welche gegen Schmerzen. Armes Mäusl 😦

Wir sollen jetzt 24 Stunden beobachten. Wenn keine Besserung eintritt, geht es morgen in die Uniklinik. 😦

Beim dritten Arzt trafen wir noch die Marie aus der Kita – bisschen jünger als das b’emmchen – sie hat das gleiche und eine Woche vorher war ihr Bruder krank. Jetzt wissen wir zumindest wo sie sich angesteckt hat. Hmpf.

Der elfte Zahn

1 Jahr, 3 Monate und 1 Woche

Unten rechts  – mal wieder ein Backenzahn. Der erste in der Reihe.  In ca. 4 Wochen drei Backenzähne ist nicht schön. Wirklich nicht.