Hallo? Wer hat mein Kind?

Mein b’emmchen ist nämlich weg. Kaum hatte ich den Post zum zweiten Teil des Schlafexperimentes fertig geschrieben, war natürlich alles wieder hinfällig und irgendjemand hat uns dieses kleine Schreimonster hingesetzt.

Schlafen? Was ist das? Tut das weh? Geht’s auch wenn ich vorher endlos lang und laut brülle?

Das dürften wohl die Fragen sein, die sich das b’emmchen momentan stellt und uns mehrere graue Haare bescheren. Und wenn ich hier von brüllen schreibe, dann meine ich Schreiattacken in allen erdenklichen Tonlagen – es wundert micht ehrlich, dass wir noch nicht wegen Kindesmisshandlung angesprochen wurden oder die Polizei vor der Tür stand, um uns abzuholen und b’emmchen in eine Pflegefamilie zu geben.

Ich habe keine Ahnung was sie hat – müde ist sie – so müde, dass sie schon fast im Stehen einschläft, aber sobald es Richtung Bett geht, ist es vorbei.

Kennt das jemand? Was hilft da? Geht das wieder weg?

Das Schlafexperiment Teil 2

Hier Teil 1!

Ich habe jetzt eine Taktik – erprobt und für gut befunden. Das b’emmchen schläft inzwischen nur noch 1 mal am Tag – und zwar vormittags. Sie wacht morgens meist so zwischen 6-7 Uhr auf – bekommt ihre 2 Flaschen Milch und dann gehts gegen 9-10 Uhr wieder ins Bett.

Und jetzt kommts: Ich wiege sie nicht mehr in den Schlaf. Aus und vorbei. Nachdem das so gar nicht mehr klappte und sie sich nur noch wegstemmte, hab ich sie einfach wach ins Bett gelegt. Das ging bis dato noch nie. Und natürlich funktionierte das auch nicht gleich, aber da kommt dann auch die Taktik. Je mehr ich versuche sie zu beruhigen, desto mehr dreht sie auf. Also ignoriere ich sie. Ich tu einfach so, als ob es mich nicht interessiert, dass sie 10 mal wieder aufsteht, sich durchs Bett wuselt oder anfängt zu schreien. Schreien deshalb, weil sie wutig ist, dass es mich nicht kümmert was sie da veranstaltet.

Also wird ihr das irgendwann zu langweilig – sie legt sich hin und dämmert ein. In der Phase streichel ich dann irgendein Körperteil an das ich durchs Gitterbett rankomme – Kopf, Fuß, Rücken, Bauch – was auch immer. Hauptsache meine Hand ist da, sonst wird sie wieder wach.

Vormittags verpennt sie, wenn sie hier zu Hause ist, immer komplett. Ab 11-12 Uhr ist sie dann putzmunter und bereit für den Tag. Gegen 17 Uhr hat sie manchmal noch ein Tief – da lass ich sie dann  auf der Couch schlafen, wenn sie hier einfach so  eingeschlafen ist. Nach 30 Minuten ist aber spätestens Schluss, sonst krieg ich sie abends nicht mehr ins Bett.

Papa kommt ja 19 Uhr nach Hause und es ist uns schon wichtig, dass sie ihn nochmal sieht. Also darf sie bis 20 Uhr hier rumhüpfen und sich nochmal richtig auspowern. Zwischen 20-21 Uhr gehts dann ins Bett – kommt halt drauf an wie wach sie noch ist.

Ich für meinen Teil kann jetzt sagen, dass ich damit zufrieden bin. Es ist kein Vergleich mehr zu vorher und wir alle sehen das jetzt viel entspannter. Ich bin nicht mehr genervt, wenn ich aus dem Schlafzimmer rauskomme und wir haben auch zu zweit noch was vom Abend. Gut gelöst 🙂

Wie schlafen eure Kleinen? Wie bringt ihr sie ins Bett?

Das Schlafexperiment

Nachdem meine Nerven beinahe kollektiven Selbstmord begehen wollten, musste nun dringend eine Lösung für das Einschlafproblem her. Da ich nicht so richtig wusste was genau denn jeetzt schief läuft und warum das B’emmchen sich manchmal bis hin zum Erbrechen schrie, musste ich dann doch mal nachfragen.

Dabei kam ein ganz interessanter Lösungsansatz heraus: „Ein Baby ist nicht müde genug, wenn es noch Zeit hat 2-3 Stunden Terror zu machen“

Bisher ging es am Tag 2-3 mal schlafen – vormittags, mittags und teilweise und auch nur manchmal nachmittags. Nachmittags ist aber meist eh schon weggefallen, weil es sonst noch später abends geworden wäre.

Nun hab ich mir überlegt, das B’emmchen vormittags auch nicht mehr schlafen zu legen – somit ist sie Mittags auch müde genug um nach dem Essen ins Bett zu gehen und nicht noch bis 14:00 rumzutoben. Geht sie erst 14:00 ins Bett und schläft 2 Stunden kommen wir vor 22:00 nicht zur Ruhe.

Seit 3 Tagen läuft nun schon unser Experiment – und – es klappt! Es dauert im Schnitt maximal 15 Minuten bis sie schläft – keine 1-3 Stunden. Und das alles ohne Geschrei, ohne Gekotze und Tränen.

Jetzt muss ich es nur noch schaffen, dass der Papa sie auch ins Bett bringen darf und das wir sie einfach so hinlegen können – also kein im Arm wiegen mehr – aber das hat noch ein wenig Zeit.