Der ganz normale Wahnsinn

Wahnsinn. In der Tat. Es ist alles gerade echt stressig. Ich habe mich im völlig normalen Alltag noch nicht richtig zurecht gefunden, aber hey, ich arbeite dran. Das b’emmchen macht in der Kita unglaubliche Fortschritte. Vor wenigen Wochen weinte sie noch ganz bitterlich, als ich sie abgegeben habe und jetzt? Sie fährt allein (also ohne uns) mit dem Kitabus früh und nachmittags, lächelt und winkt wenn wir sie abgeben und freut sich auf den Tag. Sie lernt grad so unheimlich viel – innerhalb von wenigen Tagen kann sie ihre Körperteile benennen, quatscht uns alles nach – Sachen wie „Bitte komm her“ usw. Mal ganz davon abgesehen wieviel sie schon versteht und versucht mit uns zu kommunizieren. Klar, sie spricht noch nicht richtig, aber sie versucht es unaufhörlich. Wo es früher tägliche Einschlafdramen gab, kommt heut ein kleines Kind zu mir und sagt „DeiDei“. Keine 5 Minuten später liegt sie im Bett und schläft. Ganz ehrlich, hab ich nie für möglich gehalten. (Mal abgesehen davon, dass sie seit der Kita nicht mehr durchschläft und ab 3 Uhr nachts zwischen uns schläft, weil sie es sonst gar nicht mehr tut)

Ich bin nun seit Mitte Februar jeden Tag in der neuen Arbeit. Es macht unheimlich Spaß, ist unheimlich stressig und fordernd, aber es ist toll. Allerdings schaffe ich es noch nicht abends abzuschalten und die Arbeit auszublenden. Es gibt zeitweise soviel zu tun, dass ich davon träume und nicht zur Ruhe komme. Aber gut, ich kann nicht erwarten, dass ich nach der Babypause gleich wieder voll ‚drin‘ bin und alles mit links mache – dem ist nicht so. Vermutlich fehlt auch einfach ein bisschen Zeit. Den Feierabend gibts nicht, wenn ich hier das Büro verlasse, sondern wenn das b’emmchen im Bett liegt. Danach falle ich dann meistens selber halb komatös ins Bett, oder je nach dem wieviel los ist, arbeite ich auch nocht 2-3 Stunden.

Aber ich bin mir sicher, dass wir das alles schaffen. Es läuft alles seine geregelte Bahn und das ist schon mal viel wert. Lange Zeit war das nicht so und teilweise war es mehr als frustrierend keine richtige Aufgabe neben dem Kind zu haben – aber man darf eben nicht aufgeben. Nie.

Mangels Zeit schaffe ich es nicht regelmäßig in eure Blogs – irgendwie sind es auch ganz schön viele geworden, die ich in meinem Reader habe – erzählt mal – wie gehts euch – was macht ihr?

Wenn der Knoten platzt …

oder: hinterher ist man immer schlauer.

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass das b’emmchen sich viel übergibt. Eigentlich täglich, manchmal auch mehrmals pro Tag und das seit Geburt. Jetzt, 18 Monate später, glauben wir zu wissen woran das liegt. Laktoseintoleranz. Seit Geburt bekommt sie Milch, täglich. Und irgendwann danach übergibt sie sich. Sie isst schlecht bis gar nicht und hat wohl auch öfter Bauchweh.

Es ging uns schon öfter mal im Kopf rum, dass es daran liegen könnte, aber unser KiA war ja der Meinung, dass das bei manchen Kindern so sei. Seit Montag ist nun alles anders. Sie bekommt keine Milch mehr, weder zum trinken noch in essbarer Form. Und tada. Kein Erbrechen, keine Bauchschmerzen. Das ist aber noch nicht alles. Ich habe auch oft geschrieben, dass sie einfach nicht essen will, oder eben nur sehr geringen Mengen. Das führte oft zu Frustration, sämtlichen Versuchen dies zu ändern und am Ende einfach nur noch zu Resignation.

Was soll ich sagen. Wir haben jetzt ein Kind was isst. Und zwar Mengen, die ich mir in all den 18 Monaten  nie erträumt habe. Und sie isst allein – selbständig und mit großer Begeisterung. Für lange Zeit war das für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe wirklich alles versucht, dass sie das tut – nichts brachte Erfolg. Und jetzt ist alles anders und ich bin unfassbar stolz, froh, glücklich.

Heute war auch ihr erster ‚langer‘ Tag in der Kita. Ganz schön stressig früh. Erst sich selbst fertig machen, dann das Kind, zwischendrin noch Kaffee für mich und Essen für sie. Auto freischaufeln, 10 km in die Kita fahren, 30 km auf Arbeit fahren und halbwegs pünktlich ankommen. Nachmittag das gleiche Spiel.

Die nächste tolle Neuigkeit: statt 20h pro Woche mit Arbeit, sind es ab März 30h. Das bedeutet zwar gleichzeitig mehr Betreuungszeit für das b’emmchen, aber auch mehr Freiraum für mich. Ich hab es vermisst morgens auf Arbeit zu fahren, raus aus der Wohnung und rein ins Büro. Mag doof klingen, aber mir hat das wirklich gefehlt. Jetzt muss ich nur noch ein bisschen die Daumen drücken, dass die Stadt die Mehrbetreuung auch ab März genehmigt und dann ist alles gut. Puh.

Mimimimi.

Heute an der Kitaeingangstür: „In unserer Krippe sind Durchfallerkrankungen aufgetreten.“

Ach. Tatsächlich?! Das erste Kind war bereits vor über einer Woche krank. B’emmchen gehts nun aber wieder besser und heute startet der nächstes Versuch des Mittagsschlafs in der Kita. Angesichts der letzten Nacht – in der ich nicht geschlafen habe – sondern Händchen haltend auf einem kleinen Hocker neben meinem Kind kauerte, welches nicht alleine sein wollte und auch nicht viel geschlafen hat, dürfte das kein Problem sein.

Letzten Donnerstag ging es ganz solidarisch auch bei mir los. Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe. Volles Programm. Freitag morgen dachte ich kurzzeitig an sterben, entschied mich aber dann doch auf Arbeit zu fahren. Den Rest des Wochenendes verbrachten wir auf der Couch, im Bad und im Bett. Sonntag kam noch die Schwiemu und der Rest der Schwiemufamilie zum Kaffee (Geburtstag nachfeiern). Wir haben es überlebt. 🙂

Mein Magen und ich – wir mögen uns immernoch nicht, aber gut. Auch das wird.

01:23 Uhr

habe soeben beschlossen, dass genau jetzt Feierabend ist. Mein Kopf fühlt sich wie ein weiches wabbriges Individuum an und droht in den nächsten 5 Minuten zu platzen. Immerhin ist es heute vor 3 Uhr und ich komme ins Bett.

Das b’emmchen schlägt sich tapfer in der Kita. Wer hätte das gedacht. Heute war sie fast 3 Stunden allein in der Gruppe und hat sogar Mittag gegessen – allein! Die nette Kitatante bat mich dann noch zum Gespräch und sie erzählte mir genau das, was wir uns schon einige Zeit gedacht haben. B’emmchen weint aus Trotz, wenn sie nicht immer zu 100% beachtet wird. Gut, sie kennt es nicht wirklich anders, weil irgendjemand – meistens ich – ja immer verfügbar war. Aber das ändert sich nun bzw. habe ich damit schon vor ein paar Wochen begonnen. Glücklicherweise übergibt sie sich in der Kita auch nicht mehr und lässt sich nach den ersten 5 Minuten ohne mich relativ schnell beruhigen.

Wir sind nun auf einem guten Weg, hoffe ich.

Unsympathische Kinder

Kitaeingewöhnungstag #8 + #9

Kennt ihr diese Kinder – man sieht sie und weiss schon, dass man sie nicht mag. In b’emmchens Gruppe gibt es davon 2. Junge und Mädchen. Klar, die können ja nichts dafür das sie so sind wie sie sind, aber sollte das b’emmchen jemals mit so einem Typ Kategorie supernervig nach Hause kommen – bin ich besser nicht da.

Aber nun zum wesentlichen. Gestern ging es nach zwei Wochen Pause wieder los. Pause = krank. Ich war die ganze Zeit mit 15 Kreischkindern in einem Raum und habe überlebt. B’emmchen war erst ein bisschen überfordert, aber dann gings. In Absprache mit der Kita haben wir uns jetzt bis nächste Woche Freitag Zeit gegeben – bis dahin sollte die Eingewöhnung abgeschlossen sein. Deswegen ließ ich sie heute auch für eine Stunde allein. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mich heute bei ihr verabschiedet und ihr gesagt, dass ich nur kurz spazieren gehe. (In Wirklichkeit tippelte ich nervös vor der Kitatür hin und her und versuchte zu hören ob sie schreit)

Laut meiner jetzt schon Lieblingskitatante hat sie die ersten 5 Minuten geweint, war aber schnell zu beruhigen und hat nicht gespuckt. Das ist ein waaahnsinniger Fortschritt. Morgen nochmal das ganze + Mittagessen. Ich bin gespannt.

Und bevor ich morgen vormittag wieder Twitter zuspamme, nehm ich die Arbeit mit ins Auto und schreibe da.  😉

Unverhofft kommt oft

Heute das in der Post gehabt

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Und auch heute das unterschrieben 🙂

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