Neues von der Kitafront

Heute gab es ein Einzelgespräch mit der Kitaleiterin. Das war ganz gut, denn sämtliche Fragen, die sich so in meinem Kopfkino abspielen, konnten geklärt werden. Es ist zwar doof, dass die Kita umzieht, aber auf lange Sicht gesehen, nicht. Es ist ja nur ein Jahr und bis sie irgendwann zur Schule geht, bleiben es nur 5 Minuten Weg. Es gibt dort sogar einen Hort, wo sie nach der Schule hingehen könnte.

Die Verträge sind heute unterschrieben worden. Es ist also nun offiziell. Das mir dabei ein bisschen flau im Magen ist, kotzt mich geringfühig an. Ich mag keine Gluckenmama sein, die ihr Kind nicht abgeben will. Wie auch immer – wir bekommen das hin – b’emmchen und ich, soviel ist schon mal sicher. Ich kann ja dann auch heimlich hinter der Tür in Tränen ausbrechen 😉

Und wenn man das ganze positiv sieht – ich hab dann echt viel mehr Zeit und kann mich um andere Dinge kümmern. Arbeiten zum Beispiel 🙂

Eilmeldung!!

Wir haben ab 01.01.13 einen Krippenplatz bekommen!

Ihr könnt euch nicht vorstellen was für ein Glück das ist.

Eifersucht, Erfolg und Rückschläge

Gestern hat der Liebste eine ganz wunderbare Nachricht bekommen was den beruflichen Erfolg betrifft. Ich hab mich wirklich sehr für ihn gefreut und tue es auch jetzt noch. Es macht mich wahnsinnig stolz, dass seine monatelange Lernarbeit, die er von sich aus macht und die ihm Freude bereitet endlich Früchte trägt. Ich bewundere ihn, dass er das so durchzieht, auch mit Rückschlägen, immer nach Lösungen sucht, quer denkt und seinen Weg geht.
Und dann kommt dieses dumpfe Gefühl und diese innere Stimme in mir hoch. „Und was ist mit mir?“
Ich bin zu Hause, habe die Kleine und komme beruflich null vorwärts. Wie auch. Wir haben keinen Krippenplatz, auch nicht in Aussicht und müssen warten. Allein die Tatsache, dass wir am Wochenende zwei Shops gesehen haben wo Personal gesucht wird und ich liebend gern meine Bewerbung abgegeben hätte und es nicht kann, weil ich keine Betreuung habe, macht mich unendlich traurig und wütend. Wütend auf die Stadt, weil sie es nicht fertig bringen genügend Plätze für die Kinder bereit zu stellen, obwohl seit vielen Jahren abzusehen war, dass es irgendwann zu dieser Worstcasesituation kommt.

In Dresden leben viele junge Familien – mit Kindern. Es ziehen viele Familien in die Stadt – und das ist kein neuartiger Trend – das ist jahrelange Tatsache und es passiert nichts. Und unendlich viele junge Mütter bleiben auf der Strecke, dürfen und können sich nicht verwirklichen, weil sie zu Hause bleiben müssen. Klar liebe ich mein Kind über alles, aber ich liebe es auch meiner Arbeit nach zu gehen, etwas zu schaffen, meinen Kopf mit anderen Dingen zu füllen als mit Windelinhalten, Brei und Co.

Ich bin an einem Punkt angelangt wo ich sehr sehr unzufrieden bin, niedergeschlagen und nicht weiter komme. Und ich habe keine Ahnung wie ich aus diesem Loch rauskomme.