Ein bisschen Nullpunkt.

Montagsblues, Herbstdepression, Nullpunkt. Ich bin ausgelaugt, müde und kraftlos. Die letzten Wochen waren mehr als anstrengend. 10-14 Stunden Arbeit pro Tag, Familie, Haushalt und andere Verpflichtungen. Auch am Wochenende. Termindruck, Stress und kaum Zeit für Erholung.

Ich war krank, bin trotzdem auf Arbeit und hatte deswegen 4 Wochen wirklich schlimmen Husten. Danach eine Woche nichts und heute geht tatsächlich gar nichts mehr. Außer Magen-Darm. Krank sein geht aber nicht, morgen ist ein wichtiger Termin – wir müssen ein Konzept erstellen, sonst klappt unsere Planung in 2 Wochen nicht.  Es ist gerade zum Haare raufen.

Und irgendwas bleibt immer auf der Strecke – meistens meine Nerven. Ich versuche so gut es geht die wenige Zeit, die ich mit dem b’emmchen habe schön für sie/uns zu machen. Wir haben pro Tag 4 Stunden. VIER STUNDEN. Morgens zwei, abends zwei. Und in solchen Momenten wie jetzt, wo man sich das noch mal vor Augen hält, fühlt man sich als die schlechtes Mutter der Welt, weil man einfach nicht für sein Kind da ist.

Aber ich liebe auch meinen Job, selbst wenn ich  viel schimpfe – was aber eher daran liegt, dass irgendwas nicht geht oder komische Deadlines gesetzt werden, die wieder dazu führen, dass ich so viel arbeite. Es passt nicht zusammen. Oder ich stelle mich zu blöd an. Irgendwas muss ich anders machen, vielleicht auch endlich mal sagen, dass manche Dinge eben nicht in der Zeit schaffbar sind, die man sich so vorstellt. Das man keine Maschine ist und nicht gleichzeitig 4 Webseiten machen kann und dazu noch das tägliche Geschäft. Es geht einfach nicht. Nicht auf Dauer. Letzter Monat: 183 Stunden Arbeit bei einem 37,5 Stunden Vertrag. Die Überstunden waren allerdings freiwillig, mehr oder weniger. Es musste fertig werden und ich wollte beweisen, dass ich es kann. Und ich kann es.

Nullpunkt. Müde. Ausgelaugt.

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Von Pünktchen und Juckreiz

Ich mag Pünktchen und Anton, aber ich mag keine Pünktchen auf Hand, Fuß und im Mund. Trotzdem ist das jetzt seit Mittwoch ein Zustand, der nur langsam besser wird und mich langsam kirre macht. Ich kann nicht richtig laufen oder irgendetwas richtig anfassen – zeitweise bekam ich nicht mal eine blöde Milchpackung auf, weil meine Hände so schmerzten. 

B’emmchen ist seit heute wieder in der Kita und ich bin gespannt wie sie dort das Windelfreiprojekt umsetzen. Zu Hause klappte es super – mal davon abgesehen, dass sie die letzte Woche fast nur nackt rumlief und ich mir gerade vorstelle wie sie das in der Kita auch machen möchte. Unfälle haben wir so gut wie gar nicht – vielleicht 1 mal am Tag – der Rest geht in den Topf oder auf Toilette. Hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht.

 

Kleine Katastrophen.

Freitag.

B’emmchen kommt übellaunig aus der Kita – dazu ein extrem wunder Po mit Pusteln. Nicht das erste Mal – passiert meist, wenn sie die volle Windel nicht gleich wechseln. Abends beginnt das Fieber.

Samstag.

Das Fieber ging in der Nacht ein wenig runter – Spitze bei knapp 40 Grad. Ich tippte erst auf eine kleine Erkältung mit der ich sie angesteckt haben könnte. Tagsüber wieder höheres Fieber, aber sie ist weder schlapp noch schlecht gelaunt.

Für unser Wohnzimmer kaufen wir noch 2 hübsche große Pflanzen. Ohne darüber nachzudenken wo wir die denn überhaupt hinstellen können und ob sie nicht vielleicht doch zu groß sein könnten. So saßen wir am Nachmittag hier und spielten lustiges Pflanzen-hin-und-her-schieben.

Das Fieber steigt in der Nacht noch erheblich mehr und es bilden sich am ganzen Körper kleine rote Punkte. Die hatte sie schon öfters – immer dann, wenn es zu warm ist oder sie Fieber hat.

Sonntag.

Peppelz geht es nicht gut. Sie hat scheinbar von einer der neuen Pflanzen gefressen. Ich schau im Internet nach und stelle fest, dass sie für Katzen giftig ist.

Wir verbringen den Vormittag auf dem Spielplatz. Immer noch überall Punkte, Fieber ein bisschen besser. Sie isst kaum, trinkt aber relativ gut. Während ich sie zum Mittagsschlaf hinlege, fallen mir richtige Pusteln an den Fußsohlen und Handinnenflächen auf, auch um den Mund herum. Besorgt ruf ich meine Mama (die beste Krankenschwester der Welt)  an und 1 1/2 Stunden später befinden wir uns in der Uniklinik beim Kinderarzt.

Hand Mund Fuß Krankheit – auch falsche Maul- und Klauenseuche genannt. Eine Virusinfektion, die besonders häufig in Kindergärten und Krabbelgruppen auftritt. Wir bekommen ein Rezept für ein Mundgel und Schmerzzäpfchen.
Nachmittag beginnt der schlimme Schmerz im Mundraum, b’emmchen mag nicht mehr trinken. Irgendwann kaufte ich mal 100 verschiedene Trinkbecher und Flaschen, weil sie eine Phase hatte in der sie gar nichts trinken wollte. Eine von denen hat sie tatsächlich genommen.

Montag.

Die Nacht war furchtbar. Sie lag zwischen uns und wachte immer wieder brüllend und um sich schlagend auf – vor Schmerzen. Trinken ging so gut wie gar nicht. Viel geschlafen haben wir alle nicht.
Wir mussten noch zum Arzt fahren, weil ich einen Kindkrankschein brauche. Das Wartezimmer ist übervoll – eine extra Warteraum für ansteckende Kinder gibt es nicht. Wir sehen also keine Ärztin und ich lasse sie erstmal bis Mittwoch krank schreiben.
Noch schnell das Gel für den Mund geholt – ein wahres Wunder. Aufgetragen und sie konnte wieder trinken und essen. Was für eine Erleichterung – besonders bei den Temperaturen.

Dann der Anruf in der Kita, um sie abzumelden. Ich kam gar nicht dazu zu sagen was sie hat – es wurde gleich gefragt, ob es die HMFK ist. Man hätte selbst am Donnerstag eine Information darüber erhalten. Jetzt mal ernsthaft – warum werden solch wichtige Informationen nicht an die Eltern weiter gegeben? Wir hätten viel eher zum Arzt gehen können und deutlich eher dieses Gel haben können. Schön und gut, dass sie in der Kita selbst einen Aushang haben – das nutzt aber den Eltern nichts, die ihre Kinder mit dem Bus fahren lassen (müssen). Ein kleiner Eintrag ins ‚Muttiheft‘ hätte schon genügt, oder eine kleine Information wenn man das Kind vom Bus holt.

Und noch was kleines zum Thema Windelfrei. Sie hat heute nur beim Doc eine getragen, sonst gar nicht – kein Unfall, alles ins Töpfchen. STOLZ 🙂

Die Windel aus der Hölle

oder anders: Magen-Darm. Kaum war meine Grippe halbwegs überstanden, ging in der Nacht zu Montag die Kotzerei beim b’emmchen los. Gelich zum Arzt und den Rest des Tages schlief und kotzte sie sich halt so durch. Dienstag wurde es schon besser und Mittwoch Vormittag dachte ich eigentlich schon es sei überstanden. Bis es dann Mittags wieder volle Kanne los ging. Also Donnerstag wieder zum Arzt und sie bekommt schon wieder Antibiotika -.-

Gleich noch gesagt bekommen, dass es sich jetzt bessern muss, da sie sonst heute ins Krankenhaus muss. Glücklicherweise hat irgendwas von meinen Maßnahmen geholfen und es geht ihr ein bisschen besser. Gebrochen hat sie seit gestern Mittag nicht mehr, nur noch etwas Durchfall. Wochenende gibt es dann Aufbauprogramm für sie und mich.

Gegessen hat sie immer noch nicht wirklich was – seit Montag 😦

Männergrippe war gestern.

Nahtoderfahrung ist heute. Übers Wochenende merkte ich schon ein komisches Gefühl im Hals und Dienstag war es dann endlich soweit. Husten, Schnupfen, Heiterkeit. Bis halb 12 auf Arbeit geblieben und dann zum Doc geschickt worden. Eitrige Angina. Mit Fieber und allem was dazu gehört.

Momentan schwanke ich zwischen Schweißausbrüchen, Schüttelfrost und Hustenanfällen. Mein Lieblingsort ist das Bett und am liebsten würde ich nie mehr aufstehen wollen. Ich war noch nie so froh, dass das b’emmchen tagsüber in der Kita ist.

Mimimimi.

Heute an der Kitaeingangstür: „In unserer Krippe sind Durchfallerkrankungen aufgetreten.“

Ach. Tatsächlich?! Das erste Kind war bereits vor über einer Woche krank. B’emmchen gehts nun aber wieder besser und heute startet der nächstes Versuch des Mittagsschlafs in der Kita. Angesichts der letzten Nacht – in der ich nicht geschlafen habe – sondern Händchen haltend auf einem kleinen Hocker neben meinem Kind kauerte, welches nicht alleine sein wollte und auch nicht viel geschlafen hat, dürfte das kein Problem sein.

Letzten Donnerstag ging es ganz solidarisch auch bei mir los. Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe. Volles Programm. Freitag morgen dachte ich kurzzeitig an sterben, entschied mich aber dann doch auf Arbeit zu fahren. Den Rest des Wochenendes verbrachten wir auf der Couch, im Bad und im Bett. Sonntag kam noch die Schwiemu und der Rest der Schwiemufamilie zum Kaffee (Geburtstag nachfeiern). Wir haben es überlebt. 🙂

Mein Magen und ich – wir mögen uns immernoch nicht, aber gut. Auch das wird.