Ein heimtückischer Angriff

auf meinen Kopf. Von einem Türrahmen – zugegeben, einem sehr niedrig gebauten Türrahmen. Und was hab ich jetzt davon? Eine Gehirnerschütterung. Einen dicken fetten Brummschädel – mit ein bisschen Übelkeit und Schwindel. Das ist nicht lustig. Und tut weh.

Und wer ist Schuld? Also wenn wir jetzt ganz weit ausholen, dann ist die kaputte Waschmaschine schuld. Wäre die heile geblieben, wäre ich nicht in den Waschkeller der Schwiegermutter gelaufen und hätte mir somit nicht den Kopf gestoßen.

Es könnte aber auch die Schwiemu schuld sein – schließlich ist es ja ihr Türrahmen.

Aber ich denke (soweit im Moment möglich), dass wohl ich Schuld bin. Hätte ja auch einfach auf den Liebsten hören können, als er sagte „Bleib oben“. Tja. Wer nicht hören will …

Also verbrachte ich den Sonntag auf der Couch, ohne Denken, aber mit ganz viel Mitleid für mich selbst 😀

Heute kommt uns der Opa besuchen – den holen wir bei unserem morgendlichen Spaziergang gleich vom Bahnhof ab (es ist tatsächlich günstiger die Strecke mit der Bahn zu fahren, als mit dem Auto) und dann sehen wir mal weiter.

 

Wie lang bleiben diese schrecklichen Kopfschmerzen eigentlich?

Kassenärztlicher Notdienst oder wenn …

ein geschminktes Nilpferd zu Besuch kommt.

Ich hatte ehrlich noch nie solche Kopfschmerzen. So andauernd, so schmerzhaft, so zermürbend. Dazu kam noch Erbrechen, extreme Lichtempfindlichkeit und Schwindel.

Also rief ich heute die 116117 an. Die Notrufnummer für den kassenärztlichen Notdienst. Schilderte was los ist und tatsächlich kam 90 Minuten später jemand.

Jemand. Ein geschminktes Nilpferd polterte die Treppen zu unserer Tür hinunter. Setzte sich eine Atemschutzmaske (warum?) auf und fragte noch im Hausflur was ich habe. Ohne Begrüssung.

Auch ihr erzählte ich was ich habe – konnte mich kaum noch auf den Beinen halten und bat sie erstmal sich zu setzen, damit ich das auch tun konnte. Nachdem alles gesagt war, teilte sie mir ziemlich unfreundlich mit, dass ich zu Unrecht den Notdienst angerufen habe, denn ich könnte ja noch laufen und solange das geht, könnte ich mich auch in ein Auto setzen und zur Notaufnahme fahren. Ich in dem Zustand fahren – wo mir beim Anruf vorhin nicht mal mehr unsere Telefonnummer eingefallen ist, weil ich so zermatscht bin im Kopf. Sagte ich ihr auch und auch, dass mein Liebster nicht fahren könnte. „Es gibt ja auch noch ein Taxi“.

Egal, ich schluckte meinen Ärger runter. Temperatur sollte ich messen (mit meinem Thermometer) und Blutdruck wurde gemessen (Ergebnis wurde mir nicht mitgeteilt) – ich solle nur grünen oder schwarzen Tee trinken – war also zu niedrig.

Dann fragte sie was ich schon genommen habe – Paracetamol und Ibu. Also schrieb sie mir MCP Tropfen auf. Die Bereitschaftsapotheke für heute ist 15 km entfernt. Danke.

Dann war sie wieder weg.
Ich kann ja verstehen, dass Bereitschaftsärzte mitunter viel um die Ohren haben – aber muss so eine Art und Weise sein? Ich kann viel Schmerz aushalten, aber nach 3 Tagen wirklich heftigen Schmerzen ist auch bei mir irgendwann Schluss und wenn dann noch so ein Drachen kommt, brechen auch bei mir die Dämme.

Gegen die Übelkeit hab ich dann aus meinem Medizikästchen Vomex gefunden und morgen früh geh ich zum Doc.

Den Notdienst werde ich im übrigen nicht mehr anrufen.

Kopfgematsch

Kennt ihr das? So ein anhaltender, unsagbarer Kopfschmerz der euch in den Wahnsinn treibt und den ganzen Tag zunichte macht, weil man einfach nicht klar denken kann?

Ich fühle mich wie durch den Fleischwolf gedreht und denke dieses Etwas auf meinem Hals zerspringt gleich 😦