Und dann warst du 2.

Mein Herz,

wo ist die Zeit hin? War es doch heute vor 2 Jahren, als ich so ängstlich in den Kreißsaal geschoben wurde – kurz vor dem Kaiserschnitt – als ich die Hand deines Papas so fest hielt und er Tränen in den Augen hatte, als sie mich weg geschoben.

Und der Moment als ich deinen ersten Schrei hörte – so zaghaft und eigentlich noch gar nicht bereit für diese große Welt. Die ersten Wochen, als wir voller Sorgen waren, jeden Tag gehofft haben, dass du endlich mit nach Hause kommen darfst.

Du warst schon immer ein Kämpferherz, ganz tapfer und mutig.

Und heute steht ein kleines Mädchen vor mir. Mit großen Augen, die die Welt entdecken möchten, alles aufsaugen wollen und neugierig sind. Du bist mein kleiner Dickkopf – die kleine Version von mir, aber nicht weniger kraftvoll. Du bist mein Lachen, mein Herz, meine Liebe.

Wenn du wüsstest wie stolz du mich jeden Tag machst, was für ein tolles Mädchen du bist und wie sehr dich deine Familie liebt und wie viel Kraft du uns gibst.

Mein Herz, Alles Liebe zum Geburtstag.

Deine Mama

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Das Geburtstagsgeschenk – kleine Macken, aber mit viel Liebe.

Ende letzten Monats habe ich angefangen mir Gedanken über das Geschenk fürs b’emmchen zu machen. Ich wollte nicht einfach losrennen und stumpfsinnig irgendwas kaufen. Irgendwann kam ich auf eine Kinderküche – in der Kitaeingewöhnungszeit hat sie super gern mit der Küche dort gespielt. Ich schaute also erstmal die gängigen Modelle an. Plastik, komisch bunt – nicht schön. Es gab auch Küchen aus Holz, aber auch die gefielen mir nicht so richtig. Also selber bauen!

Aber wie? Ich bin zar jetzt handwerklich nicht total unbegabt, aber sowas in der Art hatte ich dann auch noch nicht gemacht. Wir brauchten erstmal eine Kommode und die zu finden war schon nicht ganz so einfach. Ich hab die Kleinanzeigen durchwühlt und eine sehr hübsche gefunden – leider war sie schon verkauft. Dann fand ich eine auf ebay, aber der wollte mir etwas zuviel Geld für ein Möbelstück, dass eigentlich total runtergekommen war. Fündig wurde ich dann bei cybersax – der Anbieter hatte gleich mehrere Kommoden im Angebot und ich hab mich sofort in diese verliebt:
anfangGut, nicht die Schönste, aber für unsere Zwecke genau richtig. Gekostet hat sie 30 Euro und ich konnte sie noch am selben Abend abholen. Der Verkäufer hat mir noch ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg gegeben und ich war gut gerüstet. Einen Tag später wurde das b’emmchen dann auch von Oma und Opa abgeholt, so dass wir 4 Tage Zeit hatten eine Küche zu bauen – nach unseren Vorstellungen.
Aber erstmal mussten wir einen Schlachtplan machen:
todoFreitag nach der Arbeit ging es dann in den Baumarkt – wir hatten eigentlich nichts und brauchten alles. Insgesamt haben wir für die Sachen im Baumarkt um die 70 Euro ausgegeben und das war auch der teuerste Posten. (Lack, Bretter für Rückwand, Schrauben, Schleifpapier usw)
Danach begannen wir alles abzuschleifen und zu lackieren:
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Das Loch für die Wasserschüssel war auch so ein Thema für sich. Ich hab noch nie mit der Stichsäge gearbeitet und so kam es wie es kommen musste – das Loch war zu groß und die Schüssel die wir gekauft haben, fiel durch. Zum Glück gab es im Fressnapf noch ein größeres Modell.

Bei der Kochplatte haben wir recht lang gesucht – ich wusste auch nicht richtig wie ich sie am Besten darstellen sollte – Am Ende haben wir dann bei Ikea Korkuntersetzer gekauft und diese weiß lackiert. Der schwarze Untergrund ist ein Stück schwarz-marmoriertes Laminat – das haben wir im Baumarkt kostenlos bekommen.Wasserhahn, Regale usw. haben wir günstig auf dem Flohmarkt bekommen.

Sonntag Vormittag sah unser Schmuckstück dann so aus. Wir haben unheimlich viel geschafft und hätten das mit b’emmchen vermutlich nie so schnell hinbekommen. Hier sah es teilweise aus, als hätten gleich 2 Atombomben eingeschlagen. Selbst das Einkaufen hätten wir fast vergessen, so dass wir Samstag Abend kurz vor 21:00 Uhr noch losgestürmt sind.

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Mittwoch kamen dann endlich die Mosaiksteine, die ich bei Buttinette bestellt habe. Dummerweise habe ich den Kleber vergessen. Der Liebste hat dann von unseren Bauarbeitern auf Arbeit Silikon geschenkt bekommen – das geht nämlich auch. Den Fugenkleber den ich gekauft habe, hätte ich mir sparen können. 😉

Als kleine Spielerei hat der Liebste noch Licht in den Herd eingebaut. Wir haben im Ikea kleine Lämpchen gefunden, die er mit einem Schaltkreis verbunden hat – dazu einen An/Aus-Knopf, doppelseitiges Klebeband und ab dafür.

Und hier nun das Endergebnis!

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Dieses kleine Regal ist an der Seite – haben wir letztes Wochenende für 1 Euro auf dem Flohmarkt gekauft – neu lackiert, passt es perfekt dazu. Ausserdem noch eine kleine Maltafel, die sich auf der anderen Seite befindet.

Und nun noch ein besonderer Dank an die liebe Nanda. Sie fragte mich vor ein paar Tagen, ob sie Geschirrtücher für unsere Küche nähen darf – natürlich! Letzte Woche bekamen wir einen ganz zauberhaften Brief von ihr und ihrer kleinen Maus und ich war zu Tränen gerührt. Ganz liebe Geburtstagsgrüße und wundervolle Zeilen. Dazu zauberhafte Tücher – im Moment hängt nur eins, weil wir noch keine Haken an die Seiten angebracht haben, aber das holen wir noch nach. Hab lieben Dank, du Herzmensch!

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Ich bin mir bewusst, dass sie kleine Macken hat und das wir viel falsch gemacht haben. Aber, und das ist für mich das Einzige was zählt, es steckt so unheimlich viel Liebe drin, dass auch jede einzelne Macke ihre Daseinsberechtigung verdient hat. (Übrigens kann ich es nicht erwarten dem b’emmchen endlich zu zeigen woran wir gearbeitet haben)

Der ganz normale Wahnsinn

Wahnsinn. In der Tat. Es ist alles gerade echt stressig. Ich habe mich im völlig normalen Alltag noch nicht richtig zurecht gefunden, aber hey, ich arbeite dran. Das b’emmchen macht in der Kita unglaubliche Fortschritte. Vor wenigen Wochen weinte sie noch ganz bitterlich, als ich sie abgegeben habe und jetzt? Sie fährt allein (also ohne uns) mit dem Kitabus früh und nachmittags, lächelt und winkt wenn wir sie abgeben und freut sich auf den Tag. Sie lernt grad so unheimlich viel – innerhalb von wenigen Tagen kann sie ihre Körperteile benennen, quatscht uns alles nach – Sachen wie „Bitte komm her“ usw. Mal ganz davon abgesehen wieviel sie schon versteht und versucht mit uns zu kommunizieren. Klar, sie spricht noch nicht richtig, aber sie versucht es unaufhörlich. Wo es früher tägliche Einschlafdramen gab, kommt heut ein kleines Kind zu mir und sagt „DeiDei“. Keine 5 Minuten später liegt sie im Bett und schläft. Ganz ehrlich, hab ich nie für möglich gehalten. (Mal abgesehen davon, dass sie seit der Kita nicht mehr durchschläft und ab 3 Uhr nachts zwischen uns schläft, weil sie es sonst gar nicht mehr tut)

Ich bin nun seit Mitte Februar jeden Tag in der neuen Arbeit. Es macht unheimlich Spaß, ist unheimlich stressig und fordernd, aber es ist toll. Allerdings schaffe ich es noch nicht abends abzuschalten und die Arbeit auszublenden. Es gibt zeitweise soviel zu tun, dass ich davon träume und nicht zur Ruhe komme. Aber gut, ich kann nicht erwarten, dass ich nach der Babypause gleich wieder voll ‚drin‘ bin und alles mit links mache – dem ist nicht so. Vermutlich fehlt auch einfach ein bisschen Zeit. Den Feierabend gibts nicht, wenn ich hier das Büro verlasse, sondern wenn das b’emmchen im Bett liegt. Danach falle ich dann meistens selber halb komatös ins Bett, oder je nach dem wieviel los ist, arbeite ich auch nocht 2-3 Stunden.

Aber ich bin mir sicher, dass wir das alles schaffen. Es läuft alles seine geregelte Bahn und das ist schon mal viel wert. Lange Zeit war das nicht so und teilweise war es mehr als frustrierend keine richtige Aufgabe neben dem Kind zu haben – aber man darf eben nicht aufgeben. Nie.

Mangels Zeit schaffe ich es nicht regelmäßig in eure Blogs – irgendwie sind es auch ganz schön viele geworden, die ich in meinem Reader habe – erzählt mal – wie gehts euch – was macht ihr?

Wenn der Knoten platzt …

oder: hinterher ist man immer schlauer.

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass das b’emmchen sich viel übergibt. Eigentlich täglich, manchmal auch mehrmals pro Tag und das seit Geburt. Jetzt, 18 Monate später, glauben wir zu wissen woran das liegt. Laktoseintoleranz. Seit Geburt bekommt sie Milch, täglich. Und irgendwann danach übergibt sie sich. Sie isst schlecht bis gar nicht und hat wohl auch öfter Bauchweh.

Es ging uns schon öfter mal im Kopf rum, dass es daran liegen könnte, aber unser KiA war ja der Meinung, dass das bei manchen Kindern so sei. Seit Montag ist nun alles anders. Sie bekommt keine Milch mehr, weder zum trinken noch in essbarer Form. Und tada. Kein Erbrechen, keine Bauchschmerzen. Das ist aber noch nicht alles. Ich habe auch oft geschrieben, dass sie einfach nicht essen will, oder eben nur sehr geringen Mengen. Das führte oft zu Frustration, sämtlichen Versuchen dies zu ändern und am Ende einfach nur noch zu Resignation.

Was soll ich sagen. Wir haben jetzt ein Kind was isst. Und zwar Mengen, die ich mir in all den 18 Monaten  nie erträumt habe. Und sie isst allein – selbständig und mit großer Begeisterung. Für lange Zeit war das für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe wirklich alles versucht, dass sie das tut – nichts brachte Erfolg. Und jetzt ist alles anders und ich bin unfassbar stolz, froh, glücklich.

Heute war auch ihr erster ‚langer‘ Tag in der Kita. Ganz schön stressig früh. Erst sich selbst fertig machen, dann das Kind, zwischendrin noch Kaffee für mich und Essen für sie. Auto freischaufeln, 10 km in die Kita fahren, 30 km auf Arbeit fahren und halbwegs pünktlich ankommen. Nachmittag das gleiche Spiel.

Die nächste tolle Neuigkeit: statt 20h pro Woche mit Arbeit, sind es ab März 30h. Das bedeutet zwar gleichzeitig mehr Betreuungszeit für das b’emmchen, aber auch mehr Freiraum für mich. Ich hab es vermisst morgens auf Arbeit zu fahren, raus aus der Wohnung und rein ins Büro. Mag doof klingen, aber mir hat das wirklich gefehlt. Jetzt muss ich nur noch ein bisschen die Daumen drücken, dass die Stadt die Mehrbetreuung auch ab März genehmigt und dann ist alles gut. Puh.

01:23 Uhr

habe soeben beschlossen, dass genau jetzt Feierabend ist. Mein Kopf fühlt sich wie ein weiches wabbriges Individuum an und droht in den nächsten 5 Minuten zu platzen. Immerhin ist es heute vor 3 Uhr und ich komme ins Bett.

Das b’emmchen schlägt sich tapfer in der Kita. Wer hätte das gedacht. Heute war sie fast 3 Stunden allein in der Gruppe und hat sogar Mittag gegessen – allein! Die nette Kitatante bat mich dann noch zum Gespräch und sie erzählte mir genau das, was wir uns schon einige Zeit gedacht haben. B’emmchen weint aus Trotz, wenn sie nicht immer zu 100% beachtet wird. Gut, sie kennt es nicht wirklich anders, weil irgendjemand – meistens ich – ja immer verfügbar war. Aber das ändert sich nun bzw. habe ich damit schon vor ein paar Wochen begonnen. Glücklicherweise übergibt sie sich in der Kita auch nicht mehr und lässt sich nach den ersten 5 Minuten ohne mich relativ schnell beruhigen.

Wir sind nun auf einem guten Weg, hoffe ich.

Unverhofft kommt oft

Heute das in der Post gehabt

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Und auch heute das unterschrieben 🙂

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