Guten Tag, wir sind wieder da!

bemmchenDas waren jetzt fast genau 6 Monate Blogpause. Eigentlich ziemlich unbewusst, aber ich hatte weder richtig Zeit noch richtig Lust noch richtig Laune. Natürlich ist einiges passiert. Das b’emmchen ist gar nicht wieder zu erkennen. Gefühlt ist sie 3 Meter gewachsen, körperlich und geistig.

Das Highlight im Mai war der b’emmchen Urlaub. Um genau zu sein hatten wir Urlaub von ihr und sie Urlaub von uns. B’emmchen war mit Oma und Opa an der Ostsee und wir hatten uns gleichzeitig auch eine Woche frei genommen. Einfach mal nichts tun – ihr kennt das ja, manchmal muss das auch sein. Gar nichts haben wir natürlich auch nicht gemacht, sondern gleich mal ihr Kinderzimmer Kleinkindtauglich gestaltet. Das Bett umgebaut in ein „großes Mädchen“ Bett, die selbstgebaute Kinderküche in ihr Zimmer – vorher stand die im Wohnzimmer – und andere Kleinigkeiten. Gestaunt hat sie nicht schlecht – sagen wir es so – sie brauchte gut 2 Stunden um sich vor Freude einzukriegen.

Der nächste große Sprung war der Abschied von der Kinderkrippe. Seit Montag ist sie nun ein Kindergartenkind. Ein stolzes, wie man mir sagte. Kein Vergleich zur Eingewöhnung in der Krippe – ihr konnte es im Kindergarten gar nicht schnell genug gehen. Ich verrate euch auch warum – ihre „heimliche Liebe“ ist doch auch im Kindergarten! Es gibt inzwischen keinen Tag mehr an dem der Name ihres Kitafreundes nicht fällt. Gestern kam sie sogar mit dem Kuscheltier von ihm nach Hause und meinte er hätte ihr das geschenkt. Nun gut. Musste natürlich mit ins Bett zum schlafen, klar.

Wir sind übrigens denke ich in der „Ich teste meine Grenzen“ , „will alles selber machen“ und Trotzphase. Wenn irgendwas nicht sofort geht, wird geheult. Wenn wir nicht sofort machen was sie will, wird geheult. Wenn es nicht das zu essen gibt was sie will, wird geheult. Ihr ahnt es schon – bei uns wird grad viel geheult und getrotzt. Aber gut, wir haben ja Nerven, manchmal.

Begeisterte Laufradfahrerin ist sie dank Oma und Opa auch geworden. Wir hatten bisher nur ein mit komischen harten Plastikrädern – jetzt haben wir das von Puky mit den tollen weichen Rädern. Helm drauf und ab gehts. Jetzt muss ich nur noch meine Ängstlichkeit ablegen, wenn sie mir davon fährt und dann ist alles gut.

Der absolute Renner sind im moment auch Märchen. Hänsel&Gretel, Rotkäppchen, der Wolf und die 7 Geißlein usw … ohne Geschichte gehts nicht ins Bett – egal ob vorgelesen oder kleines Video. Zählen kann sie jetzt bis 15  – wer verstecken spielen möchte, muss natürlich auch zählen können, klar 😉

Was sie nach wie vor nicht hat – Geduld. Sie zappelt, hüpft rum, kann nicht still sitzen – außer natürlich sie trotzt – dann liegt sie halt auf dem Boden. Ein normales Kleinkind eben.
Diese Woche hatten wir dann auch noch die U7a – 90 cm groß, 12,3 kg leicht. Ich hatte mir ja immer Sorgen wegen des Essverhaltens gemacht – aber hey,  12,3 kg im Vergleich zu einem Geburtsgewicht von 2600 g – was hab ich mir eigentlich nen Kopf gemacht …

Es geht uns geht, nach wie vor. Euch auch?

 

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Kinderarztwechsel und U7

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich mit unserem Kinderarzt nicht zufrieden bin – auch wenn er in ganz Dresden in den Himmel gelobt wird. Ich halte persönlich aber nichts davon meinem Kind Globulis zu verabreichen, wenn sie ganz offensichtlich Schmerzen hat und dann auf eine Besserung zu hoffen. Irgendwann. Auch die Wartezeiten mit Termin, die teilweise bei 3-4 Stunden lagen, kann ich nicht akzeptieren. Oder aber dieser Widerwillen Kinder nicht impfen zu wollen.

Daher war ich die letzten Monate auch immer bei einer anderen Ärztin – sozusagen als Notfallpatient – Vertretungsarzt?! Sie geht zwar sicher schon locker auf die Rente zu, aber ich habe bei ihr ein gutes Gefühl. Wir bekommen die Medikamente, die im Ernstfall auch wirklich sofort helfen und auch eine gesicherte Diagnose. Wartezeiten OHNE Termin nicht länger als 15 Minuten.

Eigentlich gibt es in der Praxis einen Patientenstopp – d.h. es werden keine mehr aufgenommen. Die Tatsache, dass ich aber mit dem b’emmchen schon 3 mal dort war und auch von den teilweise katastrophalen Zuständen des anderen Arztes berichtet habe, führte dazu, dass wir nun doch wechseln konnten. Vorraussetzung dafür aber – die U7 muss bei ihr stattfinden. Kein Problem. So waren wir zwar letzte Woche 3 Mal beim Kinderarzt – aber hey.

B’emmchen ist nun 10,6 kg leicht, 83 cm mittelklein und hat einen Kopfumfang von 48 cm. Sprachlich ist sie schon sehr weit für ihr Alter und auch ansonsten macht sie einen sehr guten Eindruck. In 14 Tagen haben wir nun noch einen Impftermin – Windpocken. Hep B fehlt uns auch noch.

Von Pünktchen und Juckreiz

Ich mag Pünktchen und Anton, aber ich mag keine Pünktchen auf Hand, Fuß und im Mund. Trotzdem ist das jetzt seit Mittwoch ein Zustand, der nur langsam besser wird und mich langsam kirre macht. Ich kann nicht richtig laufen oder irgendetwas richtig anfassen – zeitweise bekam ich nicht mal eine blöde Milchpackung auf, weil meine Hände so schmerzten. 

B’emmchen ist seit heute wieder in der Kita und ich bin gespannt wie sie dort das Windelfreiprojekt umsetzen. Zu Hause klappte es super – mal davon abgesehen, dass sie die letzte Woche fast nur nackt rumlief und ich mir gerade vorstelle wie sie das in der Kita auch machen möchte. Unfälle haben wir so gut wie gar nicht – vielleicht 1 mal am Tag – der Rest geht in den Topf oder auf Toilette. Hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht.

 

Der ganz normale Wahnsinn

Wahnsinn. In der Tat. Es ist alles gerade echt stressig. Ich habe mich im völlig normalen Alltag noch nicht richtig zurecht gefunden, aber hey, ich arbeite dran. Das b’emmchen macht in der Kita unglaubliche Fortschritte. Vor wenigen Wochen weinte sie noch ganz bitterlich, als ich sie abgegeben habe und jetzt? Sie fährt allein (also ohne uns) mit dem Kitabus früh und nachmittags, lächelt und winkt wenn wir sie abgeben und freut sich auf den Tag. Sie lernt grad so unheimlich viel – innerhalb von wenigen Tagen kann sie ihre Körperteile benennen, quatscht uns alles nach – Sachen wie „Bitte komm her“ usw. Mal ganz davon abgesehen wieviel sie schon versteht und versucht mit uns zu kommunizieren. Klar, sie spricht noch nicht richtig, aber sie versucht es unaufhörlich. Wo es früher tägliche Einschlafdramen gab, kommt heut ein kleines Kind zu mir und sagt „DeiDei“. Keine 5 Minuten später liegt sie im Bett und schläft. Ganz ehrlich, hab ich nie für möglich gehalten. (Mal abgesehen davon, dass sie seit der Kita nicht mehr durchschläft und ab 3 Uhr nachts zwischen uns schläft, weil sie es sonst gar nicht mehr tut)

Ich bin nun seit Mitte Februar jeden Tag in der neuen Arbeit. Es macht unheimlich Spaß, ist unheimlich stressig und fordernd, aber es ist toll. Allerdings schaffe ich es noch nicht abends abzuschalten und die Arbeit auszublenden. Es gibt zeitweise soviel zu tun, dass ich davon träume und nicht zur Ruhe komme. Aber gut, ich kann nicht erwarten, dass ich nach der Babypause gleich wieder voll ‚drin‘ bin und alles mit links mache – dem ist nicht so. Vermutlich fehlt auch einfach ein bisschen Zeit. Den Feierabend gibts nicht, wenn ich hier das Büro verlasse, sondern wenn das b’emmchen im Bett liegt. Danach falle ich dann meistens selber halb komatös ins Bett, oder je nach dem wieviel los ist, arbeite ich auch nocht 2-3 Stunden.

Aber ich bin mir sicher, dass wir das alles schaffen. Es läuft alles seine geregelte Bahn und das ist schon mal viel wert. Lange Zeit war das nicht so und teilweise war es mehr als frustrierend keine richtige Aufgabe neben dem Kind zu haben – aber man darf eben nicht aufgeben. Nie.

Mangels Zeit schaffe ich es nicht regelmäßig in eure Blogs – irgendwie sind es auch ganz schön viele geworden, die ich in meinem Reader habe – erzählt mal – wie gehts euch – was macht ihr?

Wenn der Knoten platzt …

oder: hinterher ist man immer schlauer.

Ich habe ja schon oft geschrieben, dass das b’emmchen sich viel übergibt. Eigentlich täglich, manchmal auch mehrmals pro Tag und das seit Geburt. Jetzt, 18 Monate später, glauben wir zu wissen woran das liegt. Laktoseintoleranz. Seit Geburt bekommt sie Milch, täglich. Und irgendwann danach übergibt sie sich. Sie isst schlecht bis gar nicht und hat wohl auch öfter Bauchweh.

Es ging uns schon öfter mal im Kopf rum, dass es daran liegen könnte, aber unser KiA war ja der Meinung, dass das bei manchen Kindern so sei. Seit Montag ist nun alles anders. Sie bekommt keine Milch mehr, weder zum trinken noch in essbarer Form. Und tada. Kein Erbrechen, keine Bauchschmerzen. Das ist aber noch nicht alles. Ich habe auch oft geschrieben, dass sie einfach nicht essen will, oder eben nur sehr geringen Mengen. Das führte oft zu Frustration, sämtlichen Versuchen dies zu ändern und am Ende einfach nur noch zu Resignation.

Was soll ich sagen. Wir haben jetzt ein Kind was isst. Und zwar Mengen, die ich mir in all den 18 Monaten  nie erträumt habe. Und sie isst allein – selbständig und mit großer Begeisterung. Für lange Zeit war das für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe wirklich alles versucht, dass sie das tut – nichts brachte Erfolg. Und jetzt ist alles anders und ich bin unfassbar stolz, froh, glücklich.

Heute war auch ihr erster ‚langer‘ Tag in der Kita. Ganz schön stressig früh. Erst sich selbst fertig machen, dann das Kind, zwischendrin noch Kaffee für mich und Essen für sie. Auto freischaufeln, 10 km in die Kita fahren, 30 km auf Arbeit fahren und halbwegs pünktlich ankommen. Nachmittag das gleiche Spiel.

Die nächste tolle Neuigkeit: statt 20h pro Woche mit Arbeit, sind es ab März 30h. Das bedeutet zwar gleichzeitig mehr Betreuungszeit für das b’emmchen, aber auch mehr Freiraum für mich. Ich hab es vermisst morgens auf Arbeit zu fahren, raus aus der Wohnung und rein ins Büro. Mag doof klingen, aber mir hat das wirklich gefehlt. Jetzt muss ich nur noch ein bisschen die Daumen drücken, dass die Stadt die Mehrbetreuung auch ab März genehmigt und dann ist alles gut. Puh.

breiig bis dünnflüssig.

Heute wäre der erste Tag gewesen an dem das b’emmchen in der Kita geschlafen hätte. Hätte. 30 Minuten nachdem ich sie abgegeben habe, klingelte auch schon das Telefon – Frau G. holen Sie bitte Ihre Tochter ab – sie hat Durchfall – ich muss das der Kitaleitung melden.

Na toll. Andere Kinder sind natürlich auch krank und sie hat den Mist mal wieder mit nach Hause gebracht. Ansonsten gehts ihr aber gut und so wirklich Durchfall ist das auch nicht – es war ja bisher nur einmal. Naja. Montag dann wieder – morgen soll sie zu hause bleiben.

Ansonsten läuft die Eingewöhung eher gemischt. Sie vermisst uns tagsüber noch sehr und weint viel, wird aber gegen Mittag ruhiger und spielt auch mal allein. Sensibel eben. Zu Hause ist sie dann wieder das komplette Gegenteil: singt, tanzt, lacht, bockt, zickt und macht Unsinn. Aber gut, kriegen wir alles hin. Braucht eben alles seine Zeit.