Kassenärztlicher Notdienst oder wenn …

ein geschminktes Nilpferd zu Besuch kommt.

Ich hatte ehrlich noch nie solche Kopfschmerzen. So andauernd, so schmerzhaft, so zermürbend. Dazu kam noch Erbrechen, extreme Lichtempfindlichkeit und Schwindel.

Also rief ich heute die 116117 an. Die Notrufnummer für den kassenärztlichen Notdienst. Schilderte was los ist und tatsächlich kam 90 Minuten später jemand.

Jemand. Ein geschminktes Nilpferd polterte die Treppen zu unserer Tür hinunter. Setzte sich eine Atemschutzmaske (warum?) auf und fragte noch im Hausflur was ich habe. Ohne Begrüssung.

Auch ihr erzählte ich was ich habe – konnte mich kaum noch auf den Beinen halten und bat sie erstmal sich zu setzen, damit ich das auch tun konnte. Nachdem alles gesagt war, teilte sie mir ziemlich unfreundlich mit, dass ich zu Unrecht den Notdienst angerufen habe, denn ich könnte ja noch laufen und solange das geht, könnte ich mich auch in ein Auto setzen und zur Notaufnahme fahren. Ich in dem Zustand fahren – wo mir beim Anruf vorhin nicht mal mehr unsere Telefonnummer eingefallen ist, weil ich so zermatscht bin im Kopf. Sagte ich ihr auch und auch, dass mein Liebster nicht fahren könnte. „Es gibt ja auch noch ein Taxi“.

Egal, ich schluckte meinen Ärger runter. Temperatur sollte ich messen (mit meinem Thermometer) und Blutdruck wurde gemessen (Ergebnis wurde mir nicht mitgeteilt) – ich solle nur grünen oder schwarzen Tee trinken – war also zu niedrig.

Dann fragte sie was ich schon genommen habe – Paracetamol und Ibu. Also schrieb sie mir MCP Tropfen auf. Die Bereitschaftsapotheke für heute ist 15 km entfernt. Danke.

Dann war sie wieder weg.
Ich kann ja verstehen, dass Bereitschaftsärzte mitunter viel um die Ohren haben – aber muss so eine Art und Weise sein? Ich kann viel Schmerz aushalten, aber nach 3 Tagen wirklich heftigen Schmerzen ist auch bei mir irgendwann Schluss und wenn dann noch so ein Drachen kommt, brechen auch bei mir die Dämme.

Gegen die Übelkeit hab ich dann aus meinem Medizikästchen Vomex gefunden und morgen früh geh ich zum Doc.

Den Notdienst werde ich im übrigen nicht mehr anrufen.

Der Tag in Bildern

Morgens sind wir dann doch noch zum Doc – der Zustand wurde nicht besser, dafür schlechter. Nach 2 Stunden waren wir mit 2 Rezepten wieder zu Hause. Viele Glaubolis (Globoli) und Zeug zum einschmieren.

Eigentlich war Mittagsschlaf für alle geplant, aber B’emmchen konnte mit der Schmoddernase nicht schlafen. Also ging’s spazieren und in die Apotheke.

Unterwegs haben wir das erste mal Bubble Tea gekauft – ganz ehrlich, es schmeckt mir gar nicht. Viel zu süß und so richtig Geschmack hatte das auch nicht. Kurzum ich kann den Hype um das Zeug nicht verstehen.

Dann in einen kleinen Park

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Dieses hübsche Blümchen gabs auf dem Rückweg und steht nun über den Dächern der Stadt 🙂

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Was gehört in die Baby-Haus-Apotheke?

Damit habe ich mich schon ein wenig vor der Geburt beschäftigt und kam kaum auf einen richtig grünen Zweig.  Als Erst-Mutti wird man ja mit sämtlichen Zeug überrannt und weiss am Ende nicht mehr wo hinten und vorne ist.

Durch unseren Kinderarzt und ein wenig Beratung in der Apotheke und Tipps aus meinem Forum kamen wir nun auf folgendes in unserer Hausapotheke:

Allgemeine Dinge:

Notruftelefon-Nr.
– Fieberthermometer
– Pflaster
– Verbände
Giftnotruf-Telefon-Nr. 
– Kühl-Pad

Thema: Erkältung / grippaler Infekt

Schnupfen:
– Kochsalzlösung (1TL Kochsalz auf 1 l Wasser)
– abschwellendes Nasenspray für Säuglinge

Husten:
– Schleimlöser (Mucosolvan-Saft)
– selber gemachter Hustensaft von Oma 😉

Fieber:
– Ben-u-ron-Zäpfchen
– Paracetamol
– Ibuprofen
– Nurofen-Saft
– Wadenwickel lauwarm

Ohrenschmerzen:
– Nurofen-Saft
– Zwiebelsäckchen

Thema: Bauchschmerzen

Blähungen:
– Sab-Tropfen
– Kirschkernkissen
– Carum Carvi – Zäpfchen
– Fenchel-Kümmelöl (Bahnhof-Apotheke Kempten)

Magen/Darm-Infekt:
– Vomex Zäpfchen 40
– Oralpaedon

Thema: Zahnbeschwerden
– Osanit – Globuli
– Dentinox-Gel
– Nurofen
– Viburcol-Zäpfchen
– Chamomilla Globuli
– Weleda Fieber- und Zahnungszäpfchen

Thema: Verletzungen

Prellungen:
– Arnika-Creme
– Traumeel-Creme

Offene Wunden:
– Octenisept-Spray
– Bepanthen-Creme

Natürlich bekommt sie nicht das volle Programm, wenn irgendwas sein sollte. Erste Anlaufstelle ist sowieso der Kinderarzt (bei Schnupfen, Zahnen und Co. gehen wir aber nicht)

Wichtig ist auch, dass man sich ausführlich mit den Medikamenten befassen sollte  – wann und wieviel sie einzusetzen sind