So gehts nicht weiter.

Kitaeingewöhnungstag #6.

Gleiches Spiel wie gestern (geweint, gekotzt, total am Ende) und ich habe den Entschluss gefasst sie vorerst nicht mehr allein in der Gruppe zu lassen. Sie hat kein Vertrauen zu den Erziehern, es ist alles neu und sie reagiert äusserst ängstlich und zeitgleich agressiv auf die anderen Kinder. Ich hätte mich von anfang an durchsetzen müssen und sie noch nicht allein lassen dürfen. Jetzt hoffe ich, dass das der richtige Weg sein wird und die Erzieherinnen morgen nicht wieder rumnerven und mich rausschmeissen wollen. Fakt ist nunmal, dass es b’emmchen damit nicht gut geht und sie mich noch braucht.

Wie ist das denn bei euch anderen Muttis? Wie lang hattet ihr die Eingewöhnung? Wie ging das von statten und wann habt ihr eure Kinder allein gelassen – auch wie lang und in welchen Abständen? Ich weiß, dass das völlig unterschiedlich sein kann, aber ich brauch mal eine zweite Meinung dazu.

Irgendwie hatte ich mir das komplett anders vorgestellt, u.a. auch weil sie ja am Montag so gut alleine klar gekommen ist. Jetzt bricht es mir jedes Mal das Herz, wenn sie so laut weint und mich ruft und sich richtig reinsteigert. Das passiert nun mehr nicht nur in der Kita, sondern heute auch bei der Oma, als ich kurz dem Raum verlassen habe. War sonst nicht so. Doof. Richtig doof. 😦

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19 Kommentare zu “So gehts nicht weiter.

  1. Huhu, lese seit einiger Zeit still mit und merke deine Verzweiflung richtig. Ich arbeite in der Krippe und kann dir nur kurz erklären, wie es bei uns abläuft. Also an den ersten 2 bis 3 Tagen findet keine Trennung statt und auch niemals nach dem Wochenende. Wenn dann eine Trennung kommt, verabschiedet man sich vom Kind und sagt, dass man gleich wieder kommt und dann kommen die Mütter nach 15min wieder in den Raum und können dann noch bis zum Mittagessen mit in der Gruppe bleiben. NIEMALS rausschleichen. Je nach Kind wird die Zeit jeden Tag ein bisschen erhöht. Wir haben grundsätzlich auch 4 Wochen angesetzt und die Erzieherin, die die Eingewöhnung übernimmt, konzentriert sich komplett auf das Kind und bekommt in der Zeit alles von den anderen abgenommen. Wir hatten auch schon Kinder, da hat die Eingewöhnung 3 Monate gedauert. Du musst dir auf jeden Fall sicher sein, dass sie es schafft, denn sonst überträgst du das auf deine Kleine. Sag ruhig deine Meinung, du bist der Experte für dein Kind. Ihr geht euren Weg 🙂

    • Was ich vielleicht noch sagen sollte: Wir machen es total abhängig vom Kind. Wenn es sich nach wenigen Minuten nicht beruhigt, bricht man die Trennung ab. Sind eure Erzieherinnen noch vom alten DDR-Schlag? So war es nämlich bei mir noch. Hingehen, „abgeben“ und tschüß.
      Wünsch euch noch viel Erfolg.

      • Die sind gemischt vom Alter her, würde aber nicht sagen, dass eine älter ist wie 35.
        bin heut drin geblieben und da war es um einiges besser.

  2. Hey,

    oh man, das ist ja wirklich ganz schön heftig bei deiner kleinen Maus. 😦 Ich kann hundertprozentig nachvollziehen, dass du sie nicht mehr alleine lassen möchtest und würde es wahrscheinlich genauso machen. Sie braucht vielleicht einfach mehr Zeit und warum ihr diese nicht geben?

    Unsere Eingewöhnung bei der Tagesmutter lief relativ problemlos, deswegen kann ich da nicht viele Tipps geben. Sie hatte auch nicht so ein starres Schema von wegen Tag X bis Y mit Mama, dann ab Tag Z ohne usw. Wir haben einfach geschaut wie der Kleine so drauf ist und ich konnte halt schon nach drei oder vier Tagen das erste Mal eine Stunde weg ohne das es ein Problem war. Dann haben wir die Zeiten immer mehr ausgedehnt, bis ich ihn schließlich das erste Mal die regulären 6,5 Stunden da gelassen habe. Und das war’s.

    Jedes Kind ist eben anders, wie du schon schreibst, und ich hoffe wirklich, dass es bei euch bald besser klappt. 😦

    Liebe Grüße
    Isa

  3. Bei Jerome war es genau so wie bei dir. Und die Reaktion mit der Oma hatten wir auch. Das ging dann soweit das er zu Hause auch anfing zu weinen wenn ich im anderem Raum war. Als er dann anfing Nachts wach zu werden und schrecklich weinte (Mama weg,Mimi allein) war für mich Ende. hab die ganze Aktion abgebrochen -er war eindeutig noch nicht soweit. Die Erzieherin hat wohl noch versucht mich zu überreden aber er war so veränstigt das es ihm mehr schadete. Er konnte auch mit den anderen Kindern nichts anfangen ,saß entweder alleine in der Ecke oder vermöbelte alle.
    Ich weiß bei dir geht abbrechen schlecht du arbeitest ja wieder. Ich war ja noch in Elternzeit mit der kleinen da ging das. Aber falls es bei deiner kleinen auch so schlimm wird dann würd ich mir an deiner Stelle vielleicht ne andere Lösung suchen. Vielleicht kommt die kleine ja mit einem Babysitter besser klar?Bei Jerome war es so der geht sogar alleine mit ihm zum Spielplatz.Babysitter ist ja normalerweise teurer als Kindergarten aber vielleicht kannst du ja eine finden die nicht viele will.(wir haben eine die mit 5€/stdl. zufrieden ist)
    Kann dich echt verstehen und wünsch dir viel Glück-vielleicht findet die kleine ja doch noch gefallen am Kindergarten.

  4. Oh weh.. ab Mitte März steht bei uns die Eingewöhnung an. Ich hoffe sehr, dass Sunny das gut meistert. Hast Du vorher schon was mit Kindergruppen gemacht? Ich bin in einer Stillgruppe und in einem Eltern-Baby-Kurs. Bisher war ich guter Dinge. Doch nun fängt Sunny trotzdem an, zu fremdeln. Aber wenn ich den Raum verlasse und sie hat vertrauen zu den anderen Erwachsenen, dann bleibt sie dort auch ohne Probleme. Warum die lange Vorrede: Ich denke, du hast die richtige Antwort schon gesagt: Emma hat noch kein Vertrauen zu der Kita-Leiterin. Das ist das A und O. Und erst dann würde ich langsam den Rückzug antreten. Warte diesen Moment ab, wenn du Euch die Zeit geben kannst.
    Ich werde nun im Vorfeld immer mal in die Kita gehen und Hallo sagen. Dann kennt Sunny die Kita-Leiterin schonmal und die Eingewöhnung geht vielleicht gut vonstatten.
    Ich wünsche Dir und Euch, dass der Stress für die Maus bald weniger wird. Es ist bestimmt nicht leicht, das immerzu mit anzuschauen. Ich drück dir die Daumen.

  5. Bei meiner Großen war es anfangs nur ganz kurz ein kleines Drama, aber die Gruppe war klein und nett, so dass sie sich sehr schnell eingewöhnen konnte. Bei meinem Sohnemann war es ganz schlimm … wir haben fast 3 Monate für die Eingewöhnung gebraucht … die Erzieherin war doof, die Regeln zu anders als zu Hause, dann war er krank und wollte nicht mehr hin und so weiter, … nach 3 Wochen zu Hause um ihn „runter zu bringen“ haben wir es nochmal versucht, … dann ging es – besser aber nicht perfekt. Die Kitazeit war der Horror

  6. Wie im anderen Kommentar schon geschrieben – ich bin gespannt, wie das hier so laufen wird, und kann leider noch nichts berichten. Wir haben aber vor, BabyChief in etwa in dem selben Alter wie das B’emmchen jetzt ist in die KiTa zu geben. Wenn wir da schon einen Platz bekommen. Was ich sehr hoffe, wegen meiner Arbeit, und weil die Eingewöhnung dauern kann…

  7. hallo,
    bin durch zufall hier gelandet und erzähle einfach mal zum vergleich, wie das bei uns läuft.
    wir befanden uns heute auch bei tag 6 der kitaeingewöhnung.
    mein sohn ist ziemlich genau 2 jahre alt, eingewöhnung macht der papa mit ihm.
    bisher waren sie von anfang bis ende zusammen da, die ersten zwei tage nur circa ne stunde (er war todmüde und wollte nur aufn arm), ab da 2-3 stunden. heute das erste mal länger mit gemeinsamem mittagessen.
    alleine lassen war bisher noch nicht dran.
    sie spielen dort zusammen mit den anderen kindern, der papa versucht sich mehr und mehr rauszuziehen und unseren sohn in einiger räumlicher distanz mit den anderen kindern/erziehern rumwursteln zu lassen.
    es gibt keine festen wochenziele.
    die kitaleitung hat selbst für ihre tochter 14wochen zur eingewöhnung gebraucht, lässt den kindern also auch ihre zeit.

    ganz ehrlich: wenn ein kind kotzt vor hysterie, sich im charakter schlagartig massiv verändert, das elternherz blutet weil es von drinnen schreien,weinen und hilferufe nach mama hört – was würdest du anderen eltern in so einer situation raten?
    wir tragen unsere kinder 9 monate unter unserem herzen, ein jahr auf unserem arm, an unserer brust; gehen viele jahre hand-in-hand mit ihnen – wer kennt sie besser als wir?

    ich wünsche euch beiden ganz schnell eine gute lösung für diese extremsituation!

    • Danke dir! Ich vermute einfach, dass es alles zu schnell ging. An Tag 3 sollte ich sie ja schon allein lassen – vermutlich weil sie da gar keine Zeichen hatte, dass sie mich braucht und es ging ja auch fast eine Stunde ohne mich.

      Wir machen es jetzt auch so, dass ich erstmal wieder mit drin bleibe, aber nicht mehr soviel mitspiele, sondern halt einfach nur da bin.

      Es sagen zwar auch viele aus unserem Umfeld, dass wir da härter sein müssen und sie das akzeptieren muss, aber mein Gefühl sagt mir halt, dass es beim b’emmchen nicht so förderlich ist.

      • wer sagt was, mit welchem (hintergrund)wissen, welcher intention und welcher legitimation?

        und wer hat das kind bisher groß (naja ;)) gekriegt, kann sich also anscheinend auf ihr bauchgefühl als mutter verlassen?

        das leben kann echt hart&gemein sein, aber dass muss doch nicht schon mit 1,5jahren im kindergarten beginnen.

      • Teile der Familie, wobei die da auch zwiegespalten sind. Versuchen werden wir jetzt aber definitiv erstmal die sanfte Tour 🙂

      • ach, isch resch misch uff über so ne teile der familie!
        die gibts bei uns nämlich auch.
        vor millionen jahren ausm schlamm gekrabbelt, dann ihre kinder in den nebenraum zum schreien gestellt (oder nie eigene gehabt) und nun strenge, disziplin und allgemeine härte fordernd. soll ja auch mal was aus ihnen werden.

        und früher, ja früüüüüüüüüüher hätts ja sowas nie gegeben.
        da mussten wir alle durch und ihr habt es ja schließlich auch überlebt.
        usw usw usw….

  8. das hört sich jetzt irgendwie echt weichgespült, hippiemäßig und auch von oben herab an – soll es nicht sein!
    ich finde deine schilderungen nur wirklich krass und mir sind beim lesen echt die tränen in die augen geschossen…das muss für euch beide so unglaublich schlimm sein, da muss es doch noch einen anderen weg geben?

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