Der erste Besuch in der Kita

Nachdem ich gestern schon am Telefon erfahren hatte, dass die Kita gar nicht dort ist wo sie eigentlich sein sollte, hatten wir heute einen Termin zum vorstellen.

Ab Januar wird die Kita für ca. 1 Jahr grundsaniert und alle Kinder in ein anderes Gebäude in einem völlig anderen Stadtteil ausgelagert. Das ist auch nicht in der Nähe, nein – ganz woanders. Durch den Umzug stehen natürlich alle gerade total unter Strom und es bleibt keine Zeit für ausführliche Gespräche. Für mich als Elternteil ist das eine Belastung. Wie soll man denn ein Grundvertrauen in Menschen, die künftig auf mein Kind aufpassen sollen aufbauen, wenn diese keine Zeit haben um sich mit Kind und mir zu beschäftigen.

Ich weiß jetzt also, dass es eventuell einen Bustransfer in die neue Kita geben wird – die Busfahrzeiten kolidieren aber mit den Stundenzeiten die b’emmchen in die Kita gehen soll.
Ich weiß, dass es Essen von Sodexo gibt.
Ich weiß, dass Kinder aus Migrantenfamilien besonders gefördert werden.

Das wars.

Jetzt sitze ich hier mit einem Hefter voller Unterlagen, die ich ausfüllen soll und die das b’emmchen beschreiben sollen und habe kein gutes Gefühl. Ich kann nicht mal genau sagen warum das so ist. Vermutlich dieses „Neue“ .. „abgeben“ .. „mein Kind in fremden Händen“

Und dann habe ich hier mein b’emmchen, deren Augen geleuchtet haben als uns gefühlte 100 Kinder entgegen gerannt kamen und sie am liebsten mit gegangen wäre. Ein b’emmchen was strahlt, wenn sie andere Kinder sieht.

Am Donnerstag muss ich wieder hin – die Unterlagen abgeben und die Verträge unterschreiben.

.. und was bleibt ist dieses komische Gefühl.

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3 Kommentare zu “Der erste Besuch in der Kita

  1. Es ist wirklich unschön zu lesen, dass Dir nicht genug Aufmerksamkeit, Zeit und Ruhe beim Gespräch entgegen gebracht wurde!
    Unsere Kita steht auch vor der Sanierung, aber das ganze passiert bei uns nebenher im Alltag. Wir werden nicht ausgelagert,. Das ist noch viel stressiger, aber trotzdem darf meine Arbeit nicht darunter leiden.
    Gerade heute hatte ich wieder ein Aufnahmegespräch mit zwei neuen Eltern.

    Leider ist die Kitaplatz-Lage heutzutage nicht so, dass man sich groß aussuchen könnte, wohin man will.
    Deshalb hoffe ich, dass dein komisches Gefühl sich nicht bestätigt und du mit einem guten Gewissen, dein Kind in die Hände der Erzieher geben kannst…

    Liebe Grüße
    Freya

  2. Mir würde es ähnlich gehen, ich find es schon fürchterlich, wenn meine Schwiegereltern den Keks für ne Stunde mitnehmen, wenn ich nicht weiß, ob sie weint oder lacht oder schläft. Kennt doch keiner mein Kind so wie ich und weiß auch keiner was mein Kind braucht 😉
    Das mit den anderen Kindern kennen wir auch, der Keks hat beim Nachtreffen vom Hächelkurs spontan angefangen zu robben um zu den anderen Kindern zu kommen.
    Aber auch deine Ängste verstehe ich, es gibt eben keine zweite CHance für den ersten Eindruck. Ich würde das ansprechen, ganz ehrlich. Vielleicht ist das alles gar nicht so, aber du wirst dir in den Arsch beißen wenn sich, Gott bewahre, dein Gefühl bestätigt.

  3. Das kommt mir doch so bekannt vor… Wir haben zwar noch keinen Platz, aber immer mal wieder, wenn ich bei Vormerkterminen bin, und mir etwas nicht ganz so passt, kommt dieses „schlechte Gefühl“ auch bei mir auf…

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